Azraels Reisen

Ein Leichenwagen und seine Erlebnisse

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Vorsätze?

Ein neues Jahr und jetzt?

Lange Zeit ist es ruhig geblieben, hier an diesem Ort.

Etwas, was ich sehr bedauere, doch wenn zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine große Lücke besteht, dann muss Mann Prioritäten setzen.

Was nun nicht bedeuten soll, dass ich diese Webseite aufgeben werde!

Doch es hat sich gezeigt, dass dieses Medium hier – egal ob Blog oder Klassische Webseite – mittlerweile durch die mannigfaltigen Möglichkeiten des Internets überholt ist.

Der größte Teil der Zeit, die mit den „neuen Medien“ verbracht wird, konzentriert sich auf wenige Apps und Seiten und ganz ehrlich – ich sehe keinen Sinn darin, mit Amazon, YouTube und Bild zu konkurrieren zu wollen – von den Erfolgsaussichten wollen wir dabei gar nicht reden.

Und China-Schrott werde ich genauso wenig hier anbieten, wie sozial äußerst bedenkliche Polemik alla (ihr wisst schon, wer).

Und was heißt das nun?

AzraelsReisen wird nach wie vor präsent sein, die Seite wird es nach wie vor geben.

Doch der Fokus meiner Präsenz wird – wie bisher – auf Instagram, FaceBook, TikTok, Threads und YouTube liegen.

Wobei es hier ebenfalls eine Abstufung in den Aktivitäten geben wird:

Instagram und FaceBook bleiben die Plattform(en) für meine täglichen Beiräge (19:19 Uhr) mit zusätzlichen Posts in der Story.

TikTok ab und zu für kurzweilige VideoClips oder Teaser für längere Posts und Videos auf YouTube.

YouTube bleibt die Plattform für längere Videos zu besonderen Ereignissen oder Themen.

Und Threads – mal sehen. Kurze „Gedankenfetzen“ ab und zu.

Und hier?

Dieses Webseite werde ich Zug um Zug zu einer Informationsplattform umgestalten und zusätzlich werde ich hier Themen und Geschichten behandeln, die mehr Raum und Platz verdienen und benötigen.

Lernkurve

Ich habe seit Beginn der Reise mit Azrael wahnsinnig viel gelernt und meine Kenntnisse in den unterschiedlichsten Bereichen erweitert.

Eine Webseite zu betreuen und in den Sozialen Medien aktiv zu sein, erfordert viel Zeit und sich immer neues Wissen über Rechte, Pflichten, Vorschriften, Do‘s und Don‘ts anzueignen.

Gefühlt drehe ich mich einmal im Kreis und irgendeine Vorschrift oder sonst etwas hat sich schon wieder geändert.

Eigentlich verbringen wir gefühlt jeden Tag mindestens 5 Minuten damit, irgendwelchen Cookies zu- oder abzuwählen,,,

…ohne zu wissen, was die wirklichen Konsequenzen sind.

In dieser Zeit habe ich viele neue und tolle Menschen kennengelernt und manche sind als Freunden geblieben.

Jedes Leben hat eine begrenzte Lebenszeit, wann diese Abläuft, wissen wir alle nicht.

Und da ist es mir ehrlich gesagt wichtiger, mich mit Menschen zu beschäftigen, anstatt mit Cookies, Tracks, Traces, Scores und sonst etwas.

Ich denke, Ihr versteht das und schließlich gibt es auch dieses Jahr wieder ganz tolle und verrückte Projekte mit und von AzraelsReisen, die meine Zeit dringend beanspruchen.

Also #staytuned

Wir sehen uns 🖤

Euer

Azrael

Darf der das?

Sichtbare Vergänglichkeit

Vergangenes Wochenende war ich mit Azrael wieder im Norden unterwegs.

Und wie immer, wenn ich etwas plane, denke ich immer darüber nach, welche Wirkung meine „Guerilla-Shootings“ auf andere Menschen haben werden.

Schließlich konfrontiere ich sie mit Azrael und so diversen anderen Utensilien mit Ihrer Vergänglichkeit und mit dem Thema Tod.

So wie hier am Strand von Cuxhaven:

Der Deichgraf

Na gut – es gibt auf unserem Planeten mittlerweile genug Kuriositäten, da macht dieser Herr auf dem Laufsteg der Eitelkeiten echt nicht mehr viel Aufsehen…

Doch was wäre gewesen, wenn ich diesen Sarg mitten ins Watt gestellt hätte, anstatt so wie hier auf eine grüne Wiese:

Windspiel

Hier oben war Niemand weit und breit zu sehen, aber am Strand – inmitten von Touristen in Badebekleidung?

Versteckt und unscheinbar

Da gibt es keine Sträucher, kein hohes Gras, kein Gebüsch.

Was hält mich davon zurück, den Sarg nicht einfach inmitten einer Fußgängerzone abzulichten oder auf einer Verkehrsinsel mitten auf einer Kreuzung?

Schließlich findet man dort zum Beispiel auch weiße Fahrräder als Mahnmale für getötete Fahrradfahrer.

Am Ende des Tages

Wäre das Morbide? Respektlos?

Oder ist es Kunst – die ja bekanntlich (fast) alles darf?

Eine Kunstinstallation im öffentlichen Raum. So vergänglich, wie das Leben – ein Hauch des Todes im hektischen Alltag.

Hinauf ins Licht

Für mich ist es alles und nichts davon und gleichzeitig Ausdruck meiner Trauer, zum Teil ein Stück Verarbeitung und noch so viel mehr.

Und eines steht fest – dies war mit Sicherheit nicht das letzte Mal.

Wie denkt Ihr darüber?

44 oder sogar 45

Zählen schwarze Volvos auch?

Matthias, der langjährige Organisator des Leichentreffs am Südfriedhof, schreibt in seinem Blog von sogar 45 Teilnehmern in diesem Jahr:

Ob er dabei seinen Daily mitgerechnet hat?

Augustusplatz 1

Treffpunkt Augustusplatz

Wie ich ja bereits erzählt hatte, war diesmal der Augustusplatz Startpunkt für die Demo.

Augustusplatz 2

Als wir gegen kurz nach 11 Uhr am Platz eintrafen, standen schon mindestens 15 Fahrzeuge am Brunnen.

Augustusplatz 3

Bei strahlendem Sonnenschein reihte sich ein Leichenwagen an den anderen.

Die Demo durch Leipzig

Aber nicht nur der Startpunkt der Demo war diesmal ein anderer – wie auf verschiedenen Videos auf Youtube (meiner fehlt noch) zu sehen ist, haben wir eine andere und längere Route zum Südfriedhof genommen.

Nach ca. 30 Minuten trafen wir am Ziel ein.

Mit großem Optimismus bogen wir auf „unseren“ Platz – der diesmal größer abgesperrt war – ein und glaubten, das Chaos beim Aufstellen der Fahrzeuge wie im letzten Jahr vermeiden zu können.

Aufstellung am Südfriedhof

Das Kreuz mit den Lebenden

Kreuz auf dem Wagendach

Doch trotz ausreichend aufgestellter Halteverbotsschilder mit dem Hinweis auf die Demo waren einige Besucher der Meinung, Ihre Fahrzeuge auf der Aufstellfläche der Leichenwagen zu parken.

Verständlicherweise waren nicht nur wir angesäuert, sondern auch die mitgereiste Polizei – noch mal vielen Dank für Euren Einsatz!

Wir überlegen, ob wir das nächste Mal zur Feuerbestattung der Falschparker übergehen…

Natürlich führte dieses Verhalten zu Verzögerungen beim Parken – hatte ein wenig von Leichenwagentetris, was aber mit Bravour von unseren Organisatoren gelöst wurde.

Was vielleicht auch daran lag, dass die Farbauswahl bei den Fahrzeugen etwas limitiert war…

Schließlich hatten wir alle Platz gefunden und es war eine wahre Augenweide – Cadillac, Chevrolet, Mercedes, Opel, Ford, Volvo, und, und, und mit Aufbauten von Miller-Meteor, Eagle, Pollmann, usw.

Ein diverser und breit gemischter Streifzug durch die Geschichte zeremonieller Bestattungswagen und mit Sicherheit ein würdevoller Rahmen für eine Bestattung.

Innenleben

Selbstverständlich war es auch möglich, das Innenleben der Fahrzeuge zu betrachten. Teilweise stilvoll mit Sarg und Dekoration hatten sich die FahrerInnen ins Zeug gelegt, Ihre „Leiche“ präsentieren.

Die Spendenurne

In Azrael stand natürlich wieder die Spendenurne bereit.

Und wer genau hingeschaut hatte, konnte da noch etwas anderes entdecken – dazu jedoch ein anderes Mal mehr.

Soviel von 2023 – wir sehen uns!

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