Ein Leichenwagen und seine Erlebnisse

Kategorie: Gedanken (Seite 1 von 10)

Manchmal einfach wirres Zeug..

Vorsätze?

Ein neues Jahr und jetzt?

Lange Zeit ist es ruhig geblieben, hier an diesem Ort.

Etwas, was ich sehr bedauere, doch wenn zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine große Lücke besteht, dann muss Mann Prioritäten setzen.

Was nun nicht bedeuten soll, dass ich diese Webseite aufgeben werde!

Doch es hat sich gezeigt, dass dieses Medium hier – egal ob Blog oder Klassische Webseite – mittlerweile durch die mannigfaltigen Möglichkeiten des Internets überholt ist.

Der größte Teil der Zeit, die mit den „neuen Medien“ verbracht wird, konzentriert sich auf wenige Apps und Seiten und ganz ehrlich – ich sehe keinen Sinn darin, mit Amazon, YouTube und Bild zu konkurrieren zu wollen – von den Erfolgsaussichten wollen wir dabei gar nicht reden.

Und China-Schrott werde ich genauso wenig hier anbieten, wie sozial äußerst bedenkliche Polemik alla (ihr wisst schon, wer).

Und was heißt das nun?

AzraelsReisen wird nach wie vor präsent sein, die Seite wird es nach wie vor geben.

Doch der Fokus meiner Präsenz wird – wie bisher – auf Instagram, FaceBook, TikTok, Threads und YouTube liegen.

Wobei es hier ebenfalls eine Abstufung in den Aktivitäten geben wird:

Instagram und FaceBook bleiben die Plattform(en) für meine täglichen Beiräge (19:19 Uhr) mit zusätzlichen Posts in der Story.

TikTok ab und zu für kurzweilige VideoClips oder Teaser für längere Posts und Videos auf YouTube.

YouTube bleibt die Plattform für längere Videos zu besonderen Ereignissen oder Themen.

Und Threads – mal sehen. Kurze „Gedankenfetzen“ ab und zu.

Und hier?

Dieses Webseite werde ich Zug um Zug zu einer Informationsplattform umgestalten und zusätzlich werde ich hier Themen und Geschichten behandeln, die mehr Raum und Platz verdienen und benötigen.

Lernkurve

Ich habe seit Beginn der Reise mit Azrael wahnsinnig viel gelernt und meine Kenntnisse in den unterschiedlichsten Bereichen erweitert.

Eine Webseite zu betreuen und in den Sozialen Medien aktiv zu sein, erfordert viel Zeit und sich immer neues Wissen über Rechte, Pflichten, Vorschriften, Do‘s und Don‘ts anzueignen.

Gefühlt drehe ich mich einmal im Kreis und irgendeine Vorschrift oder sonst etwas hat sich schon wieder geändert.

Eigentlich verbringen wir gefühlt jeden Tag mindestens 5 Minuten damit, irgendwelchen Cookies zu- oder abzuwählen,,,

…ohne zu wissen, was die wirklichen Konsequenzen sind.

In dieser Zeit habe ich viele neue und tolle Menschen kennengelernt und manche sind als Freunden geblieben.

Jedes Leben hat eine begrenzte Lebenszeit, wann diese Abläuft, wissen wir alle nicht.

Und da ist es mir ehrlich gesagt wichtiger, mich mit Menschen zu beschäftigen, anstatt mit Cookies, Tracks, Traces, Scores und sonst etwas.

Ich denke, Ihr versteht das und schließlich gibt es auch dieses Jahr wieder ganz tolle und verrückte Projekte mit und von AzraelsReisen, die meine Zeit dringend beanspruchen.

Also #staytuned

Wir sehen uns 🖤

Euer

Azrael

Darf der das?

Sichtbare Vergänglichkeit

Vergangenes Wochenende war ich mit Azrael wieder im Norden unterwegs.

Und wie immer, wenn ich etwas plane, denke ich immer darüber nach, welche Wirkung meine „Guerilla-Shootings“ auf andere Menschen haben werden.

Schließlich konfrontiere ich sie mit Azrael und so diversen anderen Utensilien mit Ihrer Vergänglichkeit und mit dem Thema Tod.

So wie hier am Strand von Cuxhaven:

Der Deichgraf

Na gut – es gibt auf unserem Planeten mittlerweile genug Kuriositäten, da macht dieser Herr auf dem Laufsteg der Eitelkeiten echt nicht mehr viel Aufsehen…

Doch was wäre gewesen, wenn ich diesen Sarg mitten ins Watt gestellt hätte, anstatt so wie hier auf eine grüne Wiese:

Windspiel

Hier oben war Niemand weit und breit zu sehen, aber am Strand – inmitten von Touristen in Badebekleidung?

Versteckt und unscheinbar

Da gibt es keine Sträucher, kein hohes Gras, kein Gebüsch.

Was hält mich davon zurück, den Sarg nicht einfach inmitten einer Fußgängerzone abzulichten oder auf einer Verkehrsinsel mitten auf einer Kreuzung?

Schließlich findet man dort zum Beispiel auch weiße Fahrräder als Mahnmale für getötete Fahrradfahrer.

Am Ende des Tages

Wäre das Morbide? Respektlos?

Oder ist es Kunst – die ja bekanntlich (fast) alles darf?

Eine Kunstinstallation im öffentlichen Raum. So vergänglich, wie das Leben – ein Hauch des Todes im hektischen Alltag.

Hinauf ins Licht

Für mich ist es alles und nichts davon und gleichzeitig Ausdruck meiner Trauer, zum Teil ein Stück Verarbeitung und noch so viel mehr.

Und eines steht fest – dies war mit Sicherheit nicht das letzte Mal.

Wie denkt Ihr darüber?

25 Jahre

Dünnhäutig

Dieses Jahr ist die Trauer wieder ganz nah, eine dünne Schicht liegt zwischen mir und dieser überbordenden Gefühlswelt, die mich droht in einem Sog zu verschlingen.

Warum ist das so? frage ich mich und gehe, typisch männlich, sofort in die Analyse.

Das lenkt ab, das schützt mich, damit kann ich eine Schutzblase um mich bilden, in der ich nicht jeden Moment damit rechnen muss, das diese Gefühle aus meinen Augen quellen und langsam als nasse, salzige Tränen an meinen Wangen herunterrinnen.

In Trauer baden

Ja, dieses Jahr ist es “schlimmer”, doch es ist gut so!

Schließlich sind 25 Jahre eine verdammt lange Zeit. 25 Jahre sind seit damals vergangen und morgen ist es soweit…

Morgen wäre er – NEIN – IST er 25 Jahre alt!

25 Jahre, in denen die Trauer immer da war, diese Fragen, was wäre gewesen wenn…

Und doch ist es diesmal anders – ich WILL in Trauer baden, ich lasse die Trauer zu, ich lebe mit und in ihr!

Ich weiß nicht, wie ich den heutigen Abend verbringen werde oder was ich morgen tun werde – sicher gehe ich ans Grab, doch das ist kein “Muss”, es ist ein “Kann”, ein “Wollen”.

Wahrscheinlich werde ich ein Glas Whisky auf und wer weiß, mit Ihm trinken – vielleicht gehe ich heute Nacht auf den Friedhof und erhebe um 12 Uhr das Glas an seinem Grab…

Ich werde eine Kerze anzünden, ein Licht in dunkler Nacht.

Komm großer schwarzer Vogel

Auf jeden Fall werde ich Musik hören:

You’ll never walk alone & Steh auf, wenn du am Boden bist

von den Toten Hosen.

Laut, richtig laut und noch etwas werde ich hören:

Ja, i werd’ singen,
I werd’ lachen,
I werd’ “des gibt’s net” schrei’n
I werd’ endlich kapier’n
I werd’ endlich glücklich sein!

I werd’ singen
I werd’ lachen
I werd’ “des gibt’s net” schrei’n
I werd endlich kapier’n
I werd’ endlich glücklich sein!

aus “Komm großer schwarzer Vogel “von Ludwig Hirsch

Ich habe meinen Frieden mit Ihm geschlossen und ich habe meine Trauer akzeptiert – deswegen werde ich Feiern und Traurig sein – in einem Moment.

Denn ich Liebe Ihn, meinen Sohn, den ich vor 25 Jahren das erste Mal in den Armen halten durfte, nur um ihn gleich darauf wieder hergeben zu müssen.

Komm großer schwarzer Vogel
Komm großer schwarzer Vogel

Ich werde Trauern, mit Liebe im Herzen.

Und es ist gut so.

An all jene, die sich Fragen, ob es denn irgendwann mal “genug” sein wird:

Nein, wird es nicht!

Es wird anders, es wird irgendwann nicht mehr so präsent sein, es wird jedoch immer da sein – egal wieviel Zeit vergangen ist.

Und das ist OK, Eure Trauer ist OK, lasst Sie zu, lebt Sie aus, lebt mit Ihr!

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