Ein Leichenwagen und seine Erlebnisse

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Magic Lights Tour – Tag 1

Der erste Tag meiner Tour führte mich nach Illenau zu einer jungen Dame (linkes Bild), die Euch vielleicht schon bekannt sein dürfte:

Bei dem Grabstein auf der rechten Seite habe ich erst später gesehen, dass es sich hier um ein Kindergrad handelt – der Junge wurde nur 7 Jahre alt.

Auf meiner Weiterfahrt über die Hochschwarzwaldstraße hatte ich zeitweise bedenken, oben die Kühlfüssigkeit nicht zu heiß wird, da sich der Zeiger bedrohlich nahe auf die rote Marke zu bewegte, doch Azrael hielt der Belastung wacker stand.

Schwarzwaldhochstraße

Bei einem kurzen Stop irgendwo auf der zweiten Teilstrecke des heutigen Tages wurde ich auch wieder mit der Vergänglichkeit des Lebens konfrontiert;

Irgendetwas muss am Wetter auf der Schwäbischen Alb defekt sein, denn kaum war ich an meinem Zielort angekommen, fing es zu regnen an.

In der Nähe von Albstadt

Abschließen möchte ich diesen ersten Tag mit einer Aufnahme vom Illenauer Friedhof und der Ruhe an diesem besonderen Ort:

Friedhof Illenau

Vorfreude

Komme mir ein kleines bisschen wie ein kleines Kind an Weihnachten vor – die Vorfreude steigt und gleichzeitig die Bedenken, das unterwegs nichts größeres passiert – aber:

No Risk – No Fun

Morgen Früh um 7 klingelt der Wecker und gegen 8 Uhr geht es los. Vorab noch ein paar Keyfakts zu Azrael:

Aktueller Meilenstand: 35.164 mil, ich habe 1.998 mil seit dem ich ihn habe, draufgegangen – ca. 3.215 km.

Der Verbrauch liegt im Schnitt bei 23,42 Litern pro Meile, also auf Kilometer umgerechnet bei 14,56 Litern auf 100 km. Ganz passabel für das Gewicht und die 5 Liter-Maschine.

Ich hatte mit einem Durchschnitt von 14 bis 16 Litern gerechnet. Im übrigen fährt Azrael zumindest Klimaneutral, da ich seinen CO2-Ausstoß (wie auch den meines Diesel-Passats) bei Atmosfair kompensiere.

Der Passat liegt übrigens bei 5 bis 6 Liter im Schnitt – trotz seiner Laufleistung von rund 260 TSD Kilometer. Soviel zum Thema Nachhaltigkeit.

Selbstverständlich halte ich Euch in Bezug auf den Verbrauch auf der Strecke ebenfalls auf dem laufendem.

Dann bis morgen

Vorfreude

In 9 Tagen werde ich mich mit Azrael auf eine Reise von ca. 1.500 km begeben. Dabei sind Besuche verschiedene Friedhöfe, Schlösser, Seen und Parks geplant und selbstverständlich möchte ich Azrael gebührend in Szene setzen.

#nightshooting im Wald

Unter anderem plane ich in einer Großstadt einen Park zu besuchen, der auf dem Gelände eines seit 1944 nicht mehr genutzten Friedhofes liegt.

Die Gräber sind noch vorhanden und man kann zwischen den Gräbern eine Picknickdecke ausbreiten, ein Buch lesen, die Natur genießen.

Genau dort möchte ich nach Einbruch der Nacht mit meinen Farbstrahlern eine entsprechende Beleuchtung erzeugen und diese natürlich für Euch fotografieren.

Wie denkt Ihr über solche Aktionen? Ist das respektlos den Toten gegenüber – den schließlich sind die Grabstätten noch vorhanden.

Ich gebe allerdings zu bedenken, dass normalerweise nach 30 Jahren eine Grabstätte abgeräumt wird, die Toten bleiben ja unter der Erde.

Wenn man es also nicht sehen würde oder wüsste, dann wäre es ein ganz normaler Park.

Wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass ich schon gespannt bin, ob diese Aktion einen Einsatz von Ordnungskräften hervorruft – aber das ist eine andere Geschichte…

Lassen wir uns überraschen – #staytuned

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